Kommunistische Jugend Schweiz

Kommunismus neben Kommerz

Zehn Tage verbrachten Mitglieder der Kommunistischen Jugend Schweiz in Russland, um an den 19. Weltfestspielen der Jugend und Studierenden teilzunehmen. Das antiimperialistische Festival war von der Regierung in eine Karrieremesse verwandelt worden. Trotzdem trafen sich hier auch linke Jugendgruppen aus der ganzen Welt. Ein Bericht.

Auf dem Weg des Roten Oktobers

Wir ehren gemeinsam die hundert Jahre der Grossen Sozialistischen Oktoberrevolution! Wir ehren das herausragende welthistorische Ereignis des 20. Jahrhunderts, das bewies, dass der Kapitalismus nicht ewig und unbezwingbar ist und dass die Menschen in ihren Kämpfen den Kapitalismus stürzen und eine bessere Gesellschaft, den Sozialismus, errichten können. Im Folgenden die Presseerklärung, die wir als Kommunistische Jugend Schweiz bei den Weltfestspielen in Sotschi mitunterzeichnet haben.

Die unterbrochene Revolution

Auch 30 Jahren nach seiner Ermordung ist Thomas Sankara und sein revolutionäres Erbe nicht vergessen. Vier Jahre lang führte Sankara die Revolution in Burkina Faso und änderte das Land von Grund auf. Es wurden soziale und wirtschaftliche Reformen durchgeführt, die demokratische Mitwirkung der Menschen wurde erweitert.

«Für Europa entscheidend»

Auf Drängen Frankreichs erklärte sich die Uno bereit, eine militärische Einsatztruppe in der Sahelzone politisch zu unterstützen. Die EU mit Deutschland an der Spitze sagten 50 Millionen Euro zu, um ihre imperialistischen Interessen in der Region zu sichern.

Kampfjet-Fetischismus

Trotz Referendums-Nein zum Kauf von 22 Gripen für 3,1 Milliarden vom Mai 2014 will die Armee ohne Referendumsmöglichkeit bis zu siebzig neue Kampfjets beschaffen. Nach Jahren der Verkleinerung der Armee wittert die PatriotInnen- und Rüstungslobby Morgenluft und fette Umsätze.

Normalzustand: Krieg

In Syrien hat die USA zum ersten Mal direkt die syrische Regierung angegriffen. Eine Woche später liess der US-Präsident die «Mutter aller Bomben» über Afghanistan abwerfen. Der US-Imperialismus treibt damit die militärische Eskalation weiter voran.

Die schwächste Diktatur

Auch mit diktatorialen Mitteln und Wahlbetrug kam Erdogan beim Referendum vom 16. April in der Türkei kaum über 51 Prozent Zustimmung für seine Diktatur. Einer seiner Hauptbündnispartner, die faschistische MHP, droht wegzubrechen. Das Grosskapital ist in Panik. Die Menschen gingen zu Zehntausenden aus Protest auf die Strasse.