Kommunistische Jugend Schweiz

Gestörte Christen!

Christen gegen Abtreibung, Christen gegen Frauenrechte – trotz massiver Werbeaktion liessen sich dafür nicht mehr als 1‘000 Menschen in der ganzen Schweiz gewinnen. Und die Reaktionäre, die in ihrem sogenannten «Marsch für’s Läbe» durch Zürich gingen, wurden ausgepfiffen, ausgebuht und mit bunten Aktionen gestört. Denn für die Rechte der Frau hat sich das «Bündnis für ein selbstbestimmtes Leben» eingesetzt.

Protest1

Dafür sorgen, dass die Christen ihre eigene Hetze nicht mehr hören; dafür sorgen, dass ihr Marsch gegen Frauenrechte verzögert, gestört wird – das war die Zielsetzung für den heutigen Tag. Dafür hat sich das «Bündnis für ein selbstbestimmtes Leben» stark gemacht. Gut so, denn wenn Reaktionäre durch Zürich marschieren, dürfen wir nicht schweigen. Gegen die Abtreibung und gegen Frauenrechte, sogar gegen die Aufklärung selbst sind sie: «Als Folge der Aufklärung entfernte sich die Schweiz von Gott.» Wer solchen Unsinn verbreitet, muss mit Protesten rechnen.

Protest(b)Bunte Transparente und viel Lärm. Nackter Frauenprotest im Stil von Femen; Provokation mit einer Gummiente. Dazu falsche Pfaffen. All das fällt unter das Motto «Mit Lärm und Sünde gegen rechte Christen». Die Formen waren vielfältig, der Zweck wurde gut erfüllt: So mancher Christ versuchte heute die Backe des anderen zu treffen und wurde handgreiflich. Da zeigte sich, dass die Bibel nur ein Buch, die Verbindung von reaktionärem Gedankengut und wirklicher Gewalt aber sehr real ist. Wer gegen die Rechte der Frau wettert, der schlägt im Zweifel auch mal zu.

Es gelang, den rechten Aufmarsch an der Rudolf-Brun-Brücke einige Zeit zu verhindern. Trotz all der Polizei, die in martialischer Kampfmontur den Christen als Begleitgarde diente, musste auf dem «Marsch» gewartet und gestanden werden. Als Kommunistische Jugend haben wir diesen Widerstand lautstark begleitet und, wo irgend möglich, unterstützt.

An dieser Stelle wollen wir dem Bündnis und allen Demonstrierenden für ihren Einsatz danken. Zürich gehört nicht den Christen!

Zürich, 15. September 2012

Kommunistische Jugend Zürich

Auskunft:

Über das Bündnis:

  • www.Revmob.ch

4 Kommentare

  1. Nein, Zürich gehört nicht den Christen – aber Zürich gehört Gott!!! (Wie übrigens die ganze Welt….unabhängig von Deinem Glauben…)
    Liebe Grüsse, Rahel

  2. Wenn schon dann: Gott gehört den Zürchern.
    Der idealistische Quark: „Gott hat die Welt geschaffen und die Menschen nach seinem Antlitz.“
    Die tatsächliche Geschichte der Menschheit: „Aus der materiellen Welt gingen die Menschen hervor, aus den Lebensumständen ergab sich die scheinbare Trennung von Gedanken und Materie – eine Trennung, die im Konstrukt Religion seinen Ausdruck findet.“

    Oder, einfacher: Der Gedanke an Gott, also eigenständige, von der Welt unabhängige und die Welt bestimmende Ideen ergibt sich aus der Selbstzerrissenheit der menschlichen Gesellschaft. Hebt man diese Widersprüche auf, hebt man auch die Religion auf.
    Bekanntlich ist das – unser Ziel 😉

  3. Diese Menschen wollten nur ihr politisches Recht ausüben ihre Meinung kundzutun. Sie finden, dass ein ungeborenes Kind auch schon ein Mensch ist und dessen Abtreibung das töten eines Menschen. Ihr habt sie provoziert, ausgepfiffen, ausgebuht. Dann berichtet ihr, dass sie nicht nur mit Liebe auf euch reagiert haben. Das – so findet ihr – disqualifiziert sie. Gaaanz groosse müssen wohl jene erfüllen, die ihr nicht nicht diffamiert. Diese Ideale erfüllen nur Persönlichkeiten, die nur in Mythen existieren und ihr selbst schon gar nicht. Trotz eurerer kommunistischen Religion.

  4. Sie nehmen ihre Rechte war um … die Rechte der Frauen zu bekämpfen. So grandios ist die bürgerliche Gesellschaft.

    Sie haben nicht „nicht nur mit Liebe“ auf uns reagiert; sie haben geschlagen, getreten. Also: Sie haben Gewalt genutzt. Und das ist doch spannend. Vertreter des guten Bürgertums, Vertreter des guten Christentums – und um keinen Deut friedfertig. Wir zeigen nichts anderes auf als das, wozu sie selbst fähig sind. Wir beweisen nichts; sie beweisen uns dafür, dass die, die reaktionär denken, gerne auch mal die Gewalt als Mittel nehmen. Eben: Das Christentum ist nur eine leere Ideologie.

    Und umgekehrt beweist der, der von der kommunistischen Religion spricht, sich und dem Rest der Welt eines: das er keine Ahnung vom Kommunismus hat. Damit können wir leben. Irgendwelche Bürgerlichen brauchen und wollen wir gar nicht überzeugen. Über sie schmunzeln werden wir dennoch 🙂

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