Kommunistische Jugend Schweiz

Offener Brief an die GSoA

Offener Brief an die GSoA

Liebe GSoA,
Wir wollten euch wirklich mögen! Denn wir sind für den Frieden und dachten, ihr wäret es auch. Doch so leicht macht ihr es einem nicht. Als letztes Jahr der Krieg gegen Libyen anfing, hattet ihr allenfalls ’ne halbherzige Absage an die Bombardierungen parat. Aber dann musstet ihr die «Militärkoalition» von USA, Frankreich und Konsorten kräftig unterstützen. Was war denn da los?
Wenn jetzt in Syrien wieder mit Bomben gearbeitet wird, seid ihr nicht besser drauf. Klar: Die Bomben werden (noch) nicht geworfen, sondern heimlich gelegt. Und die, die das tun, nennen sich «Volksbewegung». Doch deswegen gleich von «Solidarität mit den Aufständischen» sprechen? Wir mussten wirklich schmunzeln. Ihr seid die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee. Wenn es jedoch eine «freie Armee» und noch dazu eine in Syrien ist, dann ist alles in Ordnung? Assads Repression verurteilt ihr, zu den Anschlägen der Aufständischen herrscht euer Schweigen. Dass ihr kein Wort zu den offenen und verdeckten Interventionen des Westens sagt, versteht sich schon fast von selbst.
Alles in allem ist es einfach verdammt schwer, den Frieden in eurer Friedenspolitik zu finden. Nein, wir sind nicht blind. Wir sehen schon, dass ihr etwas tut. Ein Teil davon ist auch gut. Etwa, wenn ihr gegen Waffenexporte kämpft. Da stehen wir auch immer dahinter. Wobei: Nicht jedes Mal. Ihr habt die ganz erstaunliche Eigenschaft,  interessante Dinge wegzulassen. Kriegsmaterial kommt von der Schweiz nach Syrien; kam von der Schweiz nach Libyen. Dagegen protestiert ihr. Super. Aber ihr verschweigt eine Tatsache: Das Kriegsmaterial landet und landete nicht bei der syrischen oder libyschen Regierung, sondern bei den bewaffneten Rebellen. Wieso habt ihr das nicht erwähnt? Oh… Ist das eure «Solidarität mit den Aufständischen»?
Wie wäre es mal wieder mit einer Antikriegsdemo? So wie 2003, als ihr gegen den Irakkrieg gekämpft habt. War doch klasse! Fanden wir zumindest. Nur haben wir da mittlerweile so einen Verdacht. Den Irakkrieg wollte ja nicht jeder. Ganz besonders die deutschen Kapitalisten und ihre Schweizer Freunde haben mächtig Stunk gemacht. Sogar der deutsche Kanzler Schröder hat «Njet!» zum Krieg gesagt. Ist es vielleicht möglich, dass ihr nur dann gegen den Krieg seid, wenn das hiesige Bürgertum es auch ist? Würde zumindest passen. In letzter Zeit wollte das Bürgertum Krieg und ihr habt fein zugenickt.
Wir bleiben mal optimistisch. Vielleicht macht ihr irgendwann tatsächlich eine «kohärente Friedenspolitik». So mit Volkssouveränität und Völkerrecht und so. Ihr hättet unsere ganze Unterstützung. Und wir müssten nicht mehr so lästige Artikel über all euren Quark schreiben. Würde uns auch freuen. Dann werden wir noch Freunde!
Mit Friedensgrüssen von der

Liebe GSoA,

Wir wollten euch wirklich mögen! Denn wir sind für den Frieden und dachten, ihr wäret es auch. Doch so leicht macht ihr es einem nicht. Als letztes Jahr der Krieg gegen Libyen anfing, hattet ihr allenfalls ’ne halbherzige Absage an die Bombardierungen parat. Aber dann musstet ihr die «Militärkoalition» von USA, Frankreich und Konsorten kräftig unterstützen. Was war denn da los?

Wenn jetzt in Syrien wieder mit Bomben gearbeitet wird, seid ihr nicht besser drauf. Klar: Die Bomben werden (noch) nicht geworfen, sondern heimlich gelegt. Und die, die das tun, nennen sich «Volksbewegung». Doch deswegen gleich von «Solidarität mit den Aufständischen» sprechen? Wir mussten wirklich schmunzeln. Ihr seid die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee. Wenn es jedoch eine «freie Armee» und noch dazu eine in Syrien ist, dann ist alles in Ordnung? Assads Repression verurteilt ihr, zu den Anschlägen der Aufständischen herrscht euer Schweigen. Dass ihr kein Wort zu den offenen und verdeckten Interventionen des Westens sagt, versteht sich schon fast von selbst.

Alles in allem ist es einfach verdammt schwer, den Frieden in eurer Friedenspolitik zu finden. Nein, wir sind nicht blind. Wir sehen schon, dass ihr etwas tut. Ein Teil davon ist auch gut. Etwa, wenn ihr gegen Waffenexporte kämpft. Da stehen wir auch immer dahinter. Wobei: Nicht jedes Mal. Ihr habt die ganz erstaunliche Eigenschaft,  interessante Dinge wegzulassen. Kriegsmaterial kommt von der Schweiz nach Syrien; kam von der Schweiz nach Libyen. Dagegen protestiert ihr. Super. Aber ihr verschweigt eine Tatsache: Das Kriegsmaterial landet und landete nicht bei der syrischen oder libyschen Regierung, sondern bei den bewaffneten Rebellen. Wieso habt ihr das nicht erwähnt? Ist das eure «Solidarität mit den Aufständischen»?

Wie wäre es mal wieder mit einer Antikriegsdemo? So wie 2003, als ihr gegen den Irakkrieg gekämpft habt. War doch klasse! Fanden wir zumindest. Nur haben wir da mittlerweile so einen Verdacht. Den Irakkrieg wollte ja nicht jeder. Ganz besonders die deutschen Kapitalisten und ihre Schweizer Freunde haben mächtig Stunk gemacht. Sogar der deutsche Kanzler Schröder hat «Njet!» zum Krieg gesagt. Ist es vielleicht möglich, dass ihr nur dann gegen den Krieg seid, wenn das hiesige Bürgertum es auch ist? Würde zumindest passen. In letzter Zeit wollte das Bürgertum Krieg und ihr habt fein zugenickt.

Wir bleiben mal optimistisch. Vielleicht macht ihr irgendwann tatsächlich eine «kohärente Friedenspolitik». So mit Volkssouveränität und Völkerrecht und so. Ihr hättet unsere ganze Unterstützung. Und wir müssten nicht mehr so lästige Artikel über all euren Quark schreiben. Würde uns auch freuen. Dann werden wir noch Freunde!

Mit Friedensgrüssen von der

KSJ_1

Bern & Zürich

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