Kommunistische Jugend Schweiz

«Unser Ziel: der Sozialismus»

Warum braucht es eine Kommunistischen Jugend Schweiz (KJS)? Was sind unsere Aufgaben? Was für Herausforderungen stellen sich? Rede des neugewählten Co-Präsidiums der KJS am Gründungskongress vom 11. November.

Vor 170 Jahre haben Karl Marx und Friedrich Engels die Worte «Eın Gespenst geht um Europa – das Gespenst des Kommunismus» im Kommunistischen Manifest ausgesprochen. Heute nach 170 Jahren ist klar, dass der Marxismus-Leninismus kein Gespenst ist, sondern das aktuellste Bedürfnis für eine gleichberechtigte, gerechte, freie Welt. Es ist eine Ehre, 100 Jahre nach der grossen Sozialistischen Oktoberrevolution hier zu stehen und eine neue schweizweite Kommunistische Jugend (KJS) zu gründen. Es ist wirklich schön, heute so viele Menschen hier zu sehen, aber die Frage ist, warum wir hier sind, warum wir diese Jugendorganisation schaffen wollen. Unser Ziel ist einer der grössten Fortschritte in der Geschichte: der Sozialismus. Für einen solchen Ehrgeiz müssen wir uns so effizient wie möglich organisieren, denn der Weg zum Sozialismus wird lang und schwierig sein. Heute legen wir mit diesem Kongress das erste Pflaster dieses Weges an. Es ist unsere Pflicht, die Bedürfnisse der Arbeiter*innenklasse zu erkennen und uns zeitgemäss um deren Organisation zu kümmern.
Denn die kapitalistische Klasse versucht die Krise, die sie selber verursacht haben, durch Globalisierung, Chaos, Ausbeutung, Sexismus und immer mehr ausbreitender Konservatismus zu überdecken. Der Kapitalismus ist zwar enorm wandelbar; auf der permanenten Suche nach neuen Absatzmärkten, im Streben nach Profit ändert er zwar sein Gesicht, allerdings verliert er nie seine Zähne. Wenigstens nicht von allein. Aus diesem Grund erheben wir heute wie damals gemeinsam mit allen Ausgebeuteten und Unterdrückten die Faust und kommen erneut dem Aufruf nach, uns zu bilden, zu organisieren und zu kämpfen. Mit dem Marxismus-Leninismus als Analyseinstrument und stärkste Waffe, kritisieren wir die herrschenden Verhältnisse nicht nur, wir lernen auch, wie wir diese verändern können.

Nah bei Arbeiter*innen
Wir sind aus mehreren Gründen auf Schweizer Ebene vereint. Erstens werden viele Entscheidungen auf nationaler Ebene getroffen, also müssen wir die Reflexe stärken und neue Projekte für das ganze Land vorschlagen. Der zweite Grund ist klar: Wir sind zusammen stärker. Denn wir können die Maschen der herrschenden Klasse erkennen und widerstehen ihren Spaltungsversuchen, indem wir uns vereinen. Es ist nicht nur ein schöner Slogan. Dank unserer neuen Organisation können wir unsere Erfahrungen, unsere Vergangenheit und Zukunft, teilen. Wir können Fehler der Vergangenheit vermeiden und uns an unsere Stärken erinnern. Wir sehen vor, nationale Kampagnen zu leiten, dies wird uns wiederum eine grössere Effizienz, aber auch eine höhere Qualität in unseren Analysen ermöglichen. Indem wir zahlreicher und an mehr Orten präsent sind, sind wir der Realität und der Arbeiter*innenklasse näher.
Es gibt noch viele andere Gründe, aber der letzte, den wir hier erwähnen werden, ist das Wachstum der Bewegung. Wir können nicht hoffen, die Welt zu verändern, indem wir so wenige bleiben. Wir müssen wachsen und viel mehr junge Menschen erreichen. Die Kommunistische Jugend hat eine globale Vision über unsere Stärken und Wachstumsmöglichkeiten. Wir möchten die Kommunistische Jugend Schweiz gründen, weil wir uns hier vereinen möchten, um ein Teil der internationalen revolutionären Bewegung zu sein. Wir können den Sektionen, die es brauchen, mehr Unterstützung bieten, aber auch die Schaffung neuer Sektionen besser unterstützen.

Zentralismus und Demokratie
Diese Jugendorganisation auf nationaler Ebene hat viele Qualitäten, aber wir dürfen die bevorstehenden Herausforderungen nicht vergessen. Die Zeit, die alle Genoss*innen in die nationale Struktur investieren, wird in den Sektionen fehlen. Wir müssen daher darauf achten, unsere Sektionen, die unseren Anker in der Gesellschaft bilden, nicht zu schwächen. Die Geschichte jeder Sektion ist anders, wir müssen die Vorteile jeder Sektion sehen und daraus den besten Kompromiss finden. Schliesslich müssen wir auch das empfindliche Gleichgewicht zwischen Zentralismus und Demokratie, zwischen Effizienz und Debatte bewältigen. Kurz gesagt, es liegt an uns, einen demokratischen Zentralismus mit der Formel à la KJS aufzubauen.
Heute sind wir der Ansicht, dass wir in der Lage sind, diese Herausforderungen zu bewältigen. Die Frage war also nicht, ob wir eine nationale Jugendbewegung gründen, sondern wann. Viele Versuche sind in der Vergangenheit gescheitert, wir müssen zeigen, dass dieser der richtige ist, damit wir in 100 Jahren, im Sozialismus, ein doppeltes Jubiläum feiern können: die 200 Jahre der Oktoberrevolution und die 100 Jahre der Kommunistischen Jugend Schweiz!

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