Kommunistische Jugend Schweiz

8.-März-Kundgebung gegen Gewalt an Frauen*

Am 23. Februar wurde bei der Europaallee in Zürich eine Frau* ermordet. Die Medien sprachen von einer „Beziehungstat“, spielten es als ein „Beziehungsdelikt“ runter, weil es sich beim Täter um den Ehepartner der Getöteten handelte. Tatsächlich war es aber Mord: Mehrere Male hat der Ehepartner auf Irene geschossen. Es war Mord an einer Frau* durch den Partner, wie es in der Schweiz alle zwei Wochen geschieht. Es war kein Zufall, dass der Täter ein Mann, das Opfer eine Frau* war, denn Gewalt an Frauen*, besonders im familiären Bereich, ist Alltag. Im Patriarchat sind Morde an Frauen* wie Irene nichts Aussergewöhnliches. Aussergewöhnlich war an diesem Mord lediglich, dass er sich auf offener Strasse abspielte und nicht hinter den eigenen vier Wänden. Gewalt an Frauen* wird in der übergrossen Mehrheit innerhalb einer Partnerschaft oder durch den Ex-Partner verübt. Diese Gewalt bleibt meist unsichtbar, weil sie sich im Privaten abspielt. Aber das Private ist politisch!

Besonders betroffen sind Frauen*, die in der Intersektion mehrerer Diskrmininierungsformen stehen. Die also durch die kapitalistisch-patriarchalen Strukturen täglich glechzeitig mit Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Ableismus, Homo- oder Transphobie und Sexismus konfrontiert sind. Je nachdem, welche Karten einem also bei der Geburt und im Verlauf des Lebens zugespielt werden, hat frau* eine hohe oder höhere Chance, Gewaltangriffe zu überleben oder an ihnen zu sterben.

Deshalb haben wir uns entschieden, den internationalen Frauenkampftag vom 8. März dazu zu nutzen, die Gewalt an Frauen* zu thematisieren. Ab 19:00 Uhr werden wir beim Eingang zur Europaallee, Ecke Langstrasse/Lagerstrasse, eine Kundgebung abhalten, um auf den Femizid und die zahlreichen Opfer des Patriarchats aufmerksam zu machen.

Wir rufen alle, die sich für Frauen*rechte einsetzen dazu auf, mit uns ein Zeichen zu setzen für eine Welt frei von Sexismus und Patriarchat!

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