Kommunistische Jugend Schweiz

Für einen klassenkämpferischen, antikapitalistischen Feminismus

Lohnungleichheiten, unterbewertete „weibliche“ Arbeitsplätze, Gewalt und Belästigung, ungleiche Verteilung der Haushaltsaufgaben, Unterrepräsentation von Frauen in verantwortungsvollen Positionen aber Überrepräsentation in prekären Arbeitsbereichen. Die aktuelle Situation ist erschreckend, zumal die Gleichstellung von Frauen und Männern seit 1981 in der Bundesverfassung verankert ist!

Tatsächlich verdienen Frauen im Schnitt 20 Prozent weniger als Männer und in 40 Prozent der Fälle ist diese Situation nicht zu erklären und wird somit nur durch geschlechtsspezifische Diskriminierung verursacht. Noch heute sind es vor allem Frauen, die Hausarbeiten übernehmen und ihre Arbeitszeit zugunsten der Betreuung ihrer Kindern verkürzen. Frauen sind in Berufen mit niedrigem Einkommen, vor allem im Gesundheitswesen, sehr stark vertreten. Dagegen studieren nur sechs Prozent der Frauen Ingenieurwesen oder Technik. Alles Zahlen die einen über den langen Weg zur Gleichstellung nachdenken lassen.

Was rechtfertigt also diese Ungleichheiten?
Ein System, das durch Ausbeutung, Gier, Spaltung der Gesellschaft, Reduktion der Investitionen in den öffentlichen Sektor und Steuersenkungen für die Reichsten aufrechterhalten wird.

Fred Hampton, Aktivist der Black Panther, sagte: „Man kann Feuer nicht mit Feuer bekämpfen. Wir bekämpfen Feuer mit Wasser. Wir werden den Rassismus mit Solidarität bekämpfen. Wir werden den Kapitalismus nicht mit einem schwarzen Kapitalismus bekämpfen. Wir werden den Kapitalismus mit dem Sozialismus bekämpfen.“
Ebenso will die Kommunistische Jugend den „männlichen“ Kapitalismus nicht durch einen „weiblichen“ Kapitalismus ersetzen, da in beiden Fällen die Ausbeutung der Arbeiter und die Zerstörung der Umwelt anhalten werden.

Um Ungleichheiten wirklich zu beseitigen, ist es daher notwendig, das System zu ändern. Die Kommunistische Jugend kämpft konsequent für:

– Eine Bildung, die für alle zugänglich ist, die ohne Stereotypen, Kooperation und Respekt lehrt, eine Bildung, durch die man für das Leben lernt, nicht für die Wirtschaft.

– Sofortige Lohngleichheit und Löhne, die allen ermöglichen in Würde zu leben, unabhängig von Geschlecht und Herkunft.

– Eine Aufwertung der Berufe in den Bereichen Gesundheit, Soziales und alle derjenigen, die der Gesellschaft ermöglichen sich täglich zu erhalten.

– Bessere Unterstützung der Kinderbetreuungseinrichtungen, von Familien in Schwierigkeiten und Einführung eines Elternurlaubs.

– Respekt aller Geschlechter und sexuellen Orientierungen.

14. Juni 1991, 22. September 2018, 14. Juni 2019, wir sind immer noch hier und wir werden nicht ruhen!

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