Kommunistische Jugend Schweiz

Medienmitteilung Anti-WEF Demo 26.1.2008

Die Demonstration gegen das WEF vom 26. Januar 2008 in Bern ist bewilligt. Die Demo richtet sich gegen die Blutspur des Kapitals, die auch dieses Jahr wieder in die Bündner Berge führt, wo sich Kriegsverbrecher und Wirtschaftskriminelle, beschützt von schweizerischen und deutschen Polizisten und der Armee, die Hand reichen und ihre Geschäfte einfädeln. Die Demo von morgen richtet sich aber auch gegen die Staatsgewalt und ihren kontinuierlichen Versuch, den breiten und vielseitigen Widerstand zu kriminalisieren, zu diffamieren und einzuschüchtern.

Die heute erteilte Bewilligung (Demoroute und die diversen Bedingungen) entspricht wortwörtlich der vor einer Woche entzogenen Bewilligung. Wir halten klar fest, dass die von uns akzeptierten Auflagen, schon vor einer Woche Bestandteil der Bewilligung waren und von uns auch eingehalten wurden. Zu keinem Zeitpunkt hat das Demobündnis zu militanten Aktionen an der Demo aufgerufen. Unsere Worte brachten den Charakter der Demo immer klar zum Ausdruck: eine kräftige, ruhige Demo, radikal im Inhalt, bei der es zu keinen militanten Aktionen kommt. Jung und Alt sind an der Demo willkommen.

Unsere Wortwahl betreffend dem Charakter der Demo lassen wir uns nicht von der Polizei vorschreiben. Und die ist für die Demo am Samstag klar (siehe oben). Wir sehen jedoch keinen Grund, warum wir uns von anderen Protestformen und Aktionen gegen das WEF distanzieren sollten, die zurzeit in der ganzen Schweiz durchgeführt werden. Diese sind Ausdruck einer breiten, vielfältigen Bewegung gegen das WEF und das Kapital.

Wir hoffen, dass morgen wieder so viele Leute wie letzten Samstag nach Bern kommen werden um gegen das WEF zu protestieren, obwohl die Behörden absichtlich bis zur letzten Minute gewartet haben mit der Erteilung der Bewilligung. Wir fordern die Polizei auf, sich morgen im Hintergrund zu halten und auf Provokationen und Personenkontrollen zu verzichten und diesmal die Meinungsäusserungsfreiheit vollumfänglich zu respektieren.

Demobündnis

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