Kommunistische Jugend Schweiz

Roter Oktober / octobre rouge 2013

Seit dem Jahr 2006 findet der Rote Oktober, das Bildungswochenende der Kommunistischen Jugend Bern, jährlich und ohne Unterbruch statt. Und auch dieses Jahr, vom 25. bis 27. Oktober, treffen wir uns wieder an einem ruhigen Ort, um über alles Mögliche zu diskutieren und Zeit unter Gleichgesinnten zu verbringen. Schwerpunkt dieses Wochenendes bildet das Thema „proletarische Frauenbewegung“.
L’octobre rouge, week-end de formation de la jeunesse communiste de berne, est organisé depuis 2006 sans interruptions toutes les années. Cette année aussi, du 25 au 27 octobre, nous nous retrouvons à un endroit tranquille, pour débattre et pour passer un bon moment ensemble. Cette année nous mettons l’accent sur le « mouvement de femmes ouvrières ».

Streik bei Spar!

Seit vier Tagen streikt die Belegschaft des Spar-Tankstellenshops in Dättwil bei Baden. Wir haben sie bei ihrem Streik besucht und waren dabei, als es gelang, den Angriff von Streikbrechern abzuwehren. Über die Belegschaft, ihre Motive und die Situation des Streiks.

Aktionäre auf Raubzug

Hohe Gewinne im Betrieb und unverschämte Dividenden für die Aktionäre einerseits, Sparprogramm und drohende Entlassungen für die Belegschaft andererseits: So präsentiert sich die Mediengruppe Tamedia. Bei der heutigen Aktionärsversammlung in Zürich stiess dieses Vorgehen auf Protest. Gegen 100 betroffene Journalisten und Journalistinnen forderten die Halbierung der Dividenden und die Aufhebung der Sparvorhaben. Auch die Kommunistische Jugend Zürich zeigte ihre Solidarität mit den Betroffenen.

Das Netzwerk

Eine Forschungsgruppe der ETH Zürich untersuchte nach eigenen Angaben erstmals die globalen Kontrollmechanismen von transnationalen Konzernen. Motivation der Studie war, dass die Vernetzung transnationaler Unternehmen den globalen Wettbewerb beeinflusst und die Stabilität des Finanzsektors gefährdet, also für Politik und Wirtschaft von Interesse ist. Dies führte zur Einsicht, dass einige wenige, stark untereinander verwobene, transnationale Unternehmen im Finanzsektor grössten Einfluss ausüben.

Bitteres Wochenende für die Arbeitenden

Die Kommunistische Jugend bedauert die Ereignisse des vergangenen Wochenendes. Zwei Ereignisse haben die Arbeits- und Kampfbedingungen der Arbeiterschaft nicht verbessert oder sogar weiter verschlechtert. Einerseits die Ablehnung der Ferieninitiative, andererseits die Annahme eines neuen LMV im Baubereich. Betroffen sind 100‘000 Bauarbeiter, darunter viele Jugendliche.

Am Frauentag kämpfen!

Am heutigen Donnerstag wird zum 101. Mal der «Internationale Frauentag» gefeiert. Die Kommunistische Jugend wünscht sich einen lebendigen und kämpferischen Frauentag. Wir hoffen, dass sich insbesondere auch junge Frauen, Studentinnen und Berufslernende am Kampf für die Rechte der Frau beteiligen.

Berufsbildung für alle!

Die Kommunistische Jugend Bern hat an ihrer Vollversammlung vom 31. Juli 2011 entschieden die Petition „Berufsbildung für alle“ zu unterstützen. „Um zu sparen, will der Bundesrat die Hürden für die berufliche Grundausbildung der behinderten Jugendlichen hinaufsetzen. Sie erhalten ihre Ausbildung nur noch dann finanziert, wenn sie voraussichtlich einen bestimmten Lohn erwirtschaften.“ heisst es auf der Homepage http://www.berufsbildung-für-alle.ch/

Modernes Proletariat

Auch in linken Kreisen provoziert die Erwähnung der Arbeiterklasse nicht selten die überraschte Frage: »Ja gibt es die denn überhaupt noch?« Diese Reaktion ist zum einen Konsequenz einer gründlichen »Dekonstruktionsarbeit« bürgerlicher Ideologieapparate, die um die Verhinderung eines realistischen Verständnisses der gesellschaftlichen Verhältnisse bemüht sind: Die Ausbeutungsmechanismen und die ausgebeutete Klasse sollen verborgen bleiben. Zum anderen war aber auch die Arbeiterklasse selbst nicht ganz unbeteiligt daran, daß sich realitätsferne Auffassungen von ihrer angeblichen Inexistenz durchsetzen konnten: Zu selten hatte sie in den letzten Jahren durch eine nachdrückliche Interessenartikulation auf sich aufmerksam gemacht. Selbst den neoliberalen Angriff auf ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen hat sie fast widerspruchslos über sich ergehen lassen.