Kommunistische Jugend Schweiz

Die Antwort auf Unrecht ist Widerstand

In Bern prangert eine Gruppe rund um die Partei der Arbeit Bern die Migrationspolitik der Schweiz an. Vor allem die gegenwärtige illegale Praxis an der Schweizer Grenze aber auch die Haltung der Schweiz in der Aussenpolitik und die Mitschuld der Schweiz an der gegenwärtigen humanitären Krise werden hervorgehoben.

«S’länge fürs z’spränge paar Seck Dynamit» steht auf einem roten Transparent, dazu ist das passende Mani Matter-Lied «Dynamit» zu hören. Die Aktion «Grenzen sprengen» mahnt, dass die Schweiz mit ihrem derzeitigen Verhalten gegenüber Asylsuchenden, unter anderem direkt an der Schweizer Grenze, wieder einmal ein Verbrechen begeht, wie es in der Geschichte schon mehrmals vorgekommen ist. Obschon Geflüchtete ihrem Recht folgend in der Schweiz Asyl beantragen wollen, werden ihre Anträge von den GrenzwächterInnen missachtet. Stattdessen wird noch nicht registrierten Geflüchteten der Weg zu den Aufnahmezentren verweigert und sie werden illegalerweise von schweizerischen BeamtInnen nach Italien zurückgeschafft.
Dabei trägt die Schweiz gemeinsam mit anderen westlichen Staaten massgebend dazu bei, dass so viele Menschen auf der Flucht sind. Durch Waffenexporte, durch Rohstoffhandel und durch Spekulation mit Nahrungsmitteln aus ärmeren Ländern werden deren BewohnerInnen in Krieg und Armut getrieben. Damit wird die Flucht zu ihrer einzigen Überlebenschance.

Notwendige Sprengkraft
Das Ziel der Aktion ist es, die gegenwärtige Situation an der Schweizer Grenze wieder ins Bewusstsein der Menschen zu rufen und zu verhindern, dass sich diese menschlichen Schicksale völlig fern des öffentlichen Bewusstseins abspielen. Zudem soll das Zitat von Mani Matter daran erinnern, dass nichts unveränderbar ist. Kleine Dinge und Handlungen können, wenn richtig platziert, eine grosse Sprengkraft entwickeln.
Solange weiterhin Menschen im Mittelmeer ertrinken, Flüchtende in Lager zusammengesperrt und die Menschenrechte missachtet werden, ist diese Sprengkraft notwendiger denn je. So lauten die Forderungen denn auch: Rückzahlung von Schäden, die durch die Aussenpolitik hervorgebracht werden, zwingende Einhaltung der bestehenden internationalen Menschenrechte, Umgestaltung der wirtschaftlichen Ordnung, damit die sich nach den Bedürfnissen der Menschen ausrichtet. Zudem wird zur Einheit aller Menschen, die Opfer des gegenwärtigen Systems sind, aufgefordert. «Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.» In dem Sinne: Lasst uns Grenzen sprengen!

Die nächste Aktion findet am 7. November in Bern, Basel und Zürich statt. Wer Interesse hat, mitzumachen, soll sich melden unter: mail@pdabern.ch

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